Geboren 1974 in Zürich, wo er das Gymnasium absolviert. Seit 1980 Unterricht in Klavier und ab 1992 Gesangsstudium in Zürich und Bern.

Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Zürich. Bereits während des Studiums arbeitet er als Künstleragent in der Administration des Zürcher Kammerorchesters​.

Er wird im Juni 2002 zum ​Doktor der Rechtswissenschaften promoviert mit der Dissertation “Der Theaterintendant –  seine rechtliche Stellung in Theorie und Praxis”. 

Im Herbst 2000 geht Aviel Cahn mit dem Dirigenten Muhai Tang nach Peking, um das Management des ​China National Symphony Orchestra zu verstärken im Aufbau einer regulären internationalen Konzert-Saison. Ab Sommer 2001 wirkt er als künstlerischer Planungsdirektor und Casting Director an der Finnish National Opera​ in Helsinki.

Im Sommer 2004 wird Aviel Cahn vom Intendanten Eike Gramss zum Operndirektor ans Stadttheater Bern berufen. ​Von Juli 2007 bis August 2008 wirkt er dann kurz als Managing Director des ​Zürcher Kammerorchesters​. Muhai Tang ist Chef-Dirigent. Seit Januar 2009 ist Aviel Cahn ​Intendant der Vlaamse Opera (neu: Opera Vlaanderen genannt) in Antwerpen/Gent. Ab Januar 2011 hat er den damals aufstrebenden jungen Dirigenten Dmitri Jurowski als Chef-Dirigenten engagiert. Zahlreiche bedeutende Regisseure wie Peter Konwitschny, Michael Thalheimer,Calixto Bieito, David Bösch oder Opernneulinge wie Kornel Mundruczo, Christoph Waltz, Terry Gilliam und Marina Abramovic hat er nach Flandern gebracht.

Unter den Gastdirigenten sind Namen wir Eliahu Inbal, Leif Segerstam, Tomas Netopil oder Alberto Zedda, Cornelius Meister zu erwähnen. Die Uraufführungen neuer Opern sind ein zentrales Anliegen von Aviel Cahn seit seinem Antritt in Flandern.   

Seit 2015 arbeitet Cahn intensiv mit Choreograph Sidi Larbi Cherkaoui zusammen, der künstlerischer Leiter des Ballet Vlaanderen ist. Gemeinsam planen sie inhaltlich die Spielzeiten mit spartenübergreifenden Produktionen und Themen. Einige der Produktion der Vlaamse Opera werden auf CD/DVD herausgegeben.

2013 gewinnt die Produktion “Parsifal” von Tatjana Gürbaca für die Vlaamse Opera sowohl Opernwelt Produktion des Jahres wie auch den International Opera Award (London) für die beste Wagner Produktion im Wagner-Jahr 2013.                       

Vlaamse Opera wird 2013, 2014 wie auch 2016 für Best Opera Company nominiert bei den ​International Opera Awards in London, gewinnt den Preis schliesslich im April 2019 und ist auch das einzige Haus, das so konstant unter den 6 weltbesten Opernhäusern nominiert wurde. 2016 gewinnt die für Opera Vlaanderen kreierte Produktion “La Juive” von Peter Konwitschny den Faust-Preis für die beste Opernregie in Deutschland. Kürzlich ist ein Buch über Cahns 10 Jahre in Flandern erschienen mit dem Titel  “Opera out of the box”.   

Seit 2014 ist Aviel Cahn Vorstandsmitglied der EMA Europäische Musiktheater Akadamie in Wien (und publizierte dort das Buch “Judentum in der Oper” gemeinsam mit Isolde Schmidt-Reiter) und seit 2016 Vorstandsmitglied von Opera Europa, der Dachorganisation der europäischen Opernhäusern.

Ab September 2019 zieht Aviel Cahn nach Genf weiter, als Intendant des Grand Théâtre de Genève.