WILLKOMMEN IN DER NEUEN SPIELZEIT 2018/19

01.10.2018 | Das Department für Oper und Musiktheater der Universität Mozarteum Salzburg begrüßt alle neuen Studierenden in den Opernklassen und freut sich auf die kommende Spielzeit 2018/19.

Wir freuen uns auf die kommenden Projekte und wünschen allen Beteiligten einen guten Start ins neue Studium!


PROGRAMMVORSCHAU 18/19.1:

„Ein kleines Dekameron unserer Tage. Die Vergänglichkeit, auch des unterirdischen Lebens, klingt durch das Ganze.“ So beschreibt Alfred Kerr den im Winter 1896/97 entstandenen skandalumwitterten „Reigen“ Arthur Schnitzlers. „Szenen; immer zwischen einer Frau und einem Mann. Jedesmal mitten drin eine Zeile von Gedankenstrichen – in waagrechter Lage. Schnitzler, welcher die seelische Magie der Liebe in anderen Werken leise walten ließ, gibt hier lächelnd die Komödie der unteren Zonen.“

Arthur Schnitzler war schon beim Verfassen der „Zehn Dialoge“ skeptisch bezüglich einer szenischen Umsetzung - „etwas Unaufführbareres hat es noch nie gegeben“ - und verhängte ein Aufführungsverbot, nachdem sowohl die Buchveröffentlichung als auch die Versuche, das „anstößige“ Werk aufzuführen, von Anfeindungen und Prozessen torpediert worden waren. Erst 1982 fand das polarisierende Werk wieder auf die Bühne.

Der 1936 in Tongeren (Belgien) geborene Philippe Boesmans, compositeur en résidance an La Monnaie unter Gérard Mortier und Bernard Focroulle, wurde von Luc Bondy – dem Librettisten und Regisseur der Uraufführung 1993 in Brüssel - auf den „Reigen“ als Opernstoff gebracht: „Ich wollte etwas Leichtes schreiben, etwas, was in der Nähe z.B. zu ,Cosi fan tutte’ liegt.“

Boesmans „Reigen“, dessen Musiksprache der Uraufführungsdirigent Sylvain Cambreling als „Mischung zwischen Alban Berg und Maurice Ravel“ beschreibt, entwickelte sich zu einer der meistgespielten neuen Opern unserer Zeit.

PREMIERE ist am 05.12.2018 um 19 Uhr im Grossen Studio Mozarteum Salzburg.

 

 

(c) Universität Mozarteum Salzburg

PROGRAMMVORSCHAU 18/19.2:

Die Langeweile und Leere des Daseins nicht ertragend, rettet sich Don Quichotte in eine Fantasiewelt, die größer und aufregender ist, als es die Realität je sein könnte.

Mit seinem Roman "El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha“ schuf Miguel de Cervantes, dessen Leben viele Parallelen zu den Abenteuern seines Helden aufweist, Weltliteratur. In dem anarchischen Epos findet sich auch die Episode von der Teilnahme des Ritters Don Quichotte und seines Knappen Sancho Pansa an der Hochzeit des Comacho.

Dem damals 20-jährigen Hamburger Dichter Daniel Schiebeler gefiel diese Szene so gut, dass er sie gemeinsam mit dem sechzig Jahre älteren Georg Philipp Telemann zu einem Opern-Einakter verarbeitete. In einem Alter, in dem andere sich längst zur Ruhe gesetzt haben, begann für den achtzigjährigen Telemann geradezu ein zweiter Schaffensfrühling. Die gerade in Mode kommende Gattung des Singspiels griff er begeistert auf und schuf ein genial-komisches Spätwerk mit spanischem Kolorit und voller hinreißender Arien und Ensembles.

PREMIERE ist am 19.01.2019 um 17 Uhr im Grossen Studio Mozarteum Salzburg.

(c) Universität Mozarteum Salzburg

 

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