PROGRAMMVORSCHAU 2.2:

Die Langeweile und Leere des Daseins nicht ertragend, rettet sich Don Quijote in eine Fantasiewelt, die größer und aufregender ist, als es die Realität je sein könnte.

Mit seinem Roman "El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha“ schuf Miguel de Cervantes, dessen Leben viele Parallelen zu den Abenteuern seines Helden aufweist, Weltliteratur. In dem anarchischen Epos findet sich auch die Episode von der Teilnahme des Ritters Don Quichotte und seines Knappen Sancho Pansa an der Hochzeit des Comacho.

Dem damals 20-jährigen Hamburger Dichter Daniel Schiebeler gefiel diese Szene so gut, dass er sie gemeinsam mit dem sechzig Jahre älteren Georg Philipp Telemann zu einem Opern-Einakter verarbeitete. In einem Alter, in dem andere sich längst zur Ruhe gesetzt haben, begann für den achtzigjährigen Telemann geradezu ein zweiter Schaffensfrühling. Die gerade in Mode kommende Gattung des Singspiels griff er begeistert auf und schuf ein genial-komisches Spätwerk mit spanischem Kolorit und voller hinreißender Arien und Ensembles.

PREMIERE ist am 19.01.2019 um 17 Uhr im Grossen Studio Mozarteum Salzburg.

(c) Universität Mozarteum Salzburg

PROGRAMMVORSCHAU 2.1:

„Ein kleines Dekameron unserer Tage. Die Vergänglichkeit, auch des unterirdischen Lebens, klingt durch das Ganze.“ So beschreibt Alfred Kerr den im Winter 1896/97 entstandenen skandalumwitterten „Reigen“ Arthur Schnitzlers. „Szenen; immer zwischen einer Frau und einem Mann. Jedesmal mitten drin eine Zeile von Gedankenstrichen – in waagrechter Lage. Schnitzler, welcher die seelische Magie der Liebe in anderen Werken leise walten ließ, gibt hier lächelnd die Komödie der unteren Zonen.“

Arthur Schnitzler war schon beim Verfassen der „Zehn Dialoge“ skeptisch bezüglich einer szenischen Umsetzung - „etwas Unaufführbareres hat es noch nie gegeben“ - und verhängte ein Aufführungsverbot, nachdem sowohl die Buchveröffentlichung als auch die Versuche, das „anstößige“ Werk aufzuführen, von Anfeindungen und Prozessen torpediert worden waren. Erst 1982 fand das polarisierende Werk wieder auf die Bühne.

Der 1936 in Tongeren (Belgien) geborene Philippe Boesmans, compositeur en résidance an La Monnaie unter Gérard Mortier und Bernard Focroulle, wurde von Luc Bondy – dem Librettisten und Regisseur der Uraufführung 1993 in Brüssel - auf den „Reigen“ als Opernstoff gebracht: „Ich wollte etwas Leichtes schreiben, etwas, was in der Nähe z.B. zu ,Cosi fan tutte’ liegt.“

Boesmans „Reigen“, dessen Musiksprache der Uraufführungsdirigent Sylvain Cambreling als „Mischung zwischen Alban Berg und Maurice Ravel“ beschreibt, entwickelte sich zu einer der meistgespielten neuen Opern unserer Zeit.

PREMIERE ist am 05.12.2018 um 19 Uhr im Grossen Studio Mozarteum Salzburg.

 

 

(c) Universität Mozarteum Salzburg


SEMESTERFERIEN =)

01.07. - 01.10.2018 | Allen Studierenden wünschen wir erholsame Semesterferien und einen schönen Sommer!


Exkursion der Studierenden der Klasse Sahler/Von Pfeil

08.06.2018 | Reise nach München: Besuch der Vorstellung Aus einem Totenhaus in der Bayerischen Staatsoper.


PROGRAMMVORSCHAU 1.3:

Ein Landsitz bei Cremona. Cassandro, ein frauenfeindlicher Edelmann unterdrückt seinen liebeshungrigen Bruder Polidoro und verbietet seiner Schwester Giacinta die Heirat. Der bei ihnen einquartierte ungarische Hauptmann Fracasso wirbt bislang erfolglos um ihre Hand. Rosina, seine hübsche und schlaue Schwester wird ausersehen, die beiden Brüder zu umgarnen, damit Fracasso und Giacinta zu ihrem Ziel kommen. Sie soll mit vorgetäuschter Einfalt („finta semplice“) die Brüder um den Finger wickeln, gegeneinander ausspielen und somit die Verbindung ermöglichen – soweit jedenfalls der Plan des Hausmädchens Ninetta, welche es auf den störrischen Soldaten Simone abgesehen hat.

Verführung, Intrige, Erpressung – LA FINTA SEMPLICE ist ein turbulentes Liebesverwirrspiel von Carlo Goldoni, dem an Molière geschulten Erfinder des dramma giocoso und Mozart, zwölf Jahre alt, entwickelt daraus eine Oper, in der die spätere musikdramatische Meisterschaft schon spürbar ist.

Die für Wien geplante Uraufführung wurde vielerseits hintertrieben; das Werk kam vermutlich Anfang Mai 1769  in Wolfgang Amadeus Mozarts Geburtsstadt erstmals auf die Bühne.

(Alexander von Pfeil)


Exkursion der Studierenden der Klasse Gruber/Röhrig

13.04.2018 | Reise nach Wien: Besuch der Generalprobe von A Midsummer Night's Dream im Theater an der Wien.


PROGRAMMVORSCHAU 1.2:

Im Sommersemester 2018 stehen für die Studierenden des Departments Oper und Musiktheater einige interessante Termine im Kalender:

Am 10. und 11. Mai wird die international gefeierte englische Sopranistin Dame Felicity Lott anlässlich unserer Produktion von Benjamin Brittens A MIDSUMMER NIGHT'S DREAM (PREMIERE 21.06.2018) eine Masterclass mit den Studierenden der Klasse Karoline Gruber/Kai Röhrig geben. Im Laufe ihrer Karriere sang Dame Felicity Lott mehrere Partien in Britten-Opern und wird mit unserem Ensemble vertiefend an der Interpretation der Partien arbeiten. Wir freuen uns auf die inspirierende Begegnung mit einer Legende.

Ebenfalls stehen im Sommersemester zwei Termine zum Thema „Vorsing-Training“ auf dem Programm der Studierenden beider Klassen:

Am 29.5. und 1.6. wird Evamaria Wieser, künstlerische Betriebsdirektorin der Salzburger Festspiele zu Gast im Department sein, am 27. und 28. Juni wird die Künstleragentin Esther Schollum aus Wien mit unseren Studierenden arbeiten. Auf dem Programm steht: Vorsingen, informative Gespräche in der Gruppe sowie individuelle Beratungen zum Thema Präsentation, Darstellung und Auftreten. 

Das Department für Oper und Musiktheater freut sich auf die Begegnung!


Exkursion der Studierenden der Klasse Sahler/Von Pfeil

13.12.2017 | Reise nach München: Führung durch die Bayerische Staatsoper und anschließender Besuch der Generalprobe von Il Trittico.


PROGRAMMVORSCHAU 1.1:

Nach der erfolgreichen Premiere und den Vorstellungen im Dezember 2017, ist die Opernklasse von Prof. Gernot Sahler und Prof. Alexander von Pfeil nach einer Nachbesprechung der Produktion ALCINA schon in Vorbereitung für das kommende Projekt im Sommersemester.

Die Oper im Sommer wird W.A. Mozart LA FINTA SEMPLICE (PREMIERE 02. Mai 2018).

 

 

 

Außerdem:

Besuch in den Ateliers der Bühnenbildklasse von Henrik Ahr: Andrea Moses - Regisseurin von „Die Entführung aus dem Serail“ bei der Mozart-Woche 2018 in Salzburg - mit ihrem Bühnenbildner Jan Pappelbaum, treffen auf das Ausstattungsteam Yvonne/Yeye, welche LA FINTA SEMPLICE für die Klasse Pfeil/Sahler ausstatten werden.
Zudem wird Andrea Moses Ende Mai für die Klasse Pfeil/Sahler einen Workshop leiten (Thema: Sprechen, Singen, Schauspielen - „Entführung“, „Fidelio“, „Freischütz“).


Erfahrungsberichte zu dem WORKSHOP vom 02.10. - 10.10.2017 (Prof. Dr. Martina Peter-Boleander (Bewegung) und Natalie Forester (Schauspiel)) in der Opernklasse Sahler/Von Pfeil:

Melissa Zgouridi:

"Am Anfang des Monats hatten wir die Möglichkeit an einem Bewegungs-Workshop bei Martina Peter-Boleander und einem Schauspiel-Workshop bei Natalie Forester teilzunehmen. Meiner Meinung nach waren beide Workshops äußerst spannend und informativ. Der Besuch hat mir große Freude bereitet. Martina und Natalie sind Expertinnen in ihren Bereichen und beide waren großartig darin, ihr Wissen mit uns zu teilen. Meine Lieblingsübung war die des „Lernens zu sterben“ mit Natalie: Wir sind alle in einem Kreis gestanden und haben uns darin abgewechselt, alle anderen im Kreis zu töten. Natalie hat uns dabei gezeigt, wie wir den Akt des Sterbens effektiv mit Geräuschen und subtilen, raffinierten Muskelbewegungen umsetzen können. Für Opernsänger/innen ist es unschätzbar wichtig diese Fähigkeit zu beherrschen. Wir haben versucht unseren Tod dramatischer und realistischer als zuvor in Szene zu setzen, gleichzeitig hat die ganze Gruppe viel Spaß gehabt und die anderen Gruppenmitglieder beklatscht. Das wichtigste an diesem Workshop war, dass ich die Chance hatte meine Kolleginnen und Kollegen besser kennenzulernen. Wir haben es geschafft aus unserer Gruppe ein Team zu formen. Viele der Übungen waren gemeinsam in der Gruppe oder mit einem Partner. Wir alle waren neuen Ideen gegenüber aufgeschlossen und haben diese mit großer Flexibilität und Freude umgesetzt."

 

Himani Grundström:

"Durch die Art dieser Arbeit wurden für mich grundlegende Tatsachen, meinen Körper betreffend, in Frage gestellt, die ich bisher für selbstverständlich gehalten habe. In einem geschützten Raum haben wir die Möglichkeit bekommen, uns selbst und einander auf einer anderen Ebene kennenzulernen. Durch Improvisationstanz wurden Tabus gebrochen und wir machten Übungen, durch die wir lernten, wie wir einander zur Entspannung verhelfen können. Außerdem lernten wir, wie wir uns vor dem Singen körperlich aufwärmen können und wie wichtig es ist, das ganze Instrument auf das Singen vorzubereiten. Mit Frau Forester führten wir die körperliche Arbeit weiter, aber nach und nach wurden auch schauspielerische Elemente hinzugefügt. Wir haben einander erschossen, sind gestorben und wurden als die vier Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde wiedergeboren. In der Oper, die wir dieses Semester machen werden ("Alcina" von G.F. Händel) geht es viel um unerwiderte Liebe. Wir machten deshalb mehrere Übungen, in denen wir die Gefühle Verliebtsein und Eifersucht untersucht haben. Da viele von uns Frauen in der Oper Männer spielen werden, übten wir außerdem, wie wir uns auf der Bühne männlicher bewegen können und ahmten hierfür unsere männlichen Kollegen nach."