Le nozze di Figaro

Wolfgang Amadeus Mozart

Mo 29.04.2013 / 19:00 Uhr / Premiere

Libretto von Lorenzo da Ponte

 

Programmheft

 

Pause nach dem 2. Akt


Zum Inhalt

Die Opernklasse der Universität Mozarteum hat heuer eine Art Figaro-Jahr. Mozarts Meisterwerk steht im Mittelpunkt der Arbeit unserer Studierenden. Nach der erfolgreichen Produktion von Gernot Sahler und Hermann Keckeis im Jänner gelangt nun die Version von Josef Wallnig und Eike Gramss zur Aufführung, wobei große Werke bekanntlich sehr unterschiedliche Interpretationen zulassen. Eine einzige, allein gültige gibt es ohnehin nicht.

Die Inszenierung von Eike Gramss legt ihr Hauptaugenmerk auf die sehr ernsthafte, ja politische Grundsituation, die den (auch komischen) Konflikten zugrunde liegt. Der Anspruch des „ius primae noctis“ (Recht der ersten Nacht) ist ja keinesfalls ein nur erotischer. Der Zugriff des Aristokraten auf die Intimität eines Brautpaares ist auch ein gesellschaftlicher Akt von einiger Radikalität. Der Konflikt dreht sich sehr direkt um den erotischen Mittelpunkt der Welt. Es gelingt den Menschen des Stückes, sich in dieser Konfrontation (wenige Jahre später wird in Paris die Revolution ausbrechen und die Guillotine erfunden werden), nach einem Tag voller Wirrnis, Intrige, Machtkampf, List und Lust, Aggression und Witz – sozusagen auf den letzten Metern dieses „tollen Tages“ – einen Frieden zu schließen, zu verzeihen, nachzugeben.

Die große Komödie ist immer eine im letzten Moment vermiedene Tragödie. Man sollte in den Opern Mozarts immer spüren, dass es wirklich um etwas geht. Die Komik blüht umso mehr, je ernsthafter die Situation für diejenigen ist, die in ihr stecken und versuchen, ihr kleines Glück oder auch ihr großes Gelüst zu erjagen. „Wenn das sogenannte Spielerische ohne deutliche, ja auch böse oder traurige Grundlage vertändelt wird, wird es absurderweise nicht spielerisch sondern flach. Wenn andererseits der Humor der Situation, begründet durch falsches ,politisches‘ Tiefbetroffensein verhindert wird, wird es noch flacher. Hier die Balance zu suchen, ohne das Werk in die Unverbindlichkeit auszubalancieren, ist unser Ziel“, erklärt Regisseur Eike Gramss.


Termine

Di 30.04.2013 / 19:00 Uhr

Do 02.05.2013 / 19:00 Uhr

Fr 03.05.2013 / 19:00 Uhr


Besetzung

Musikalische Leitung Josef Wallnig
Inszenierung Eike Gramss
Ausstattung Anna Schöttl, Thilo Ullrich
Chor und Orchester „Musicacosì“
   
Almaviva Matthias Winckhler / Oddur Jónsson
Rosina Athanasia Zöhrer / Kiandra Howarth
Figaro Robert Davidson / Fernando Araujo
Susanna Teresa Tièschky / Claire Craig
Cherubino Karin Torbjörnsdóttir / Dara Savinova
Bartolo Peter Kellner / Manuel Millonigg
Marcellina Sonja Bühling / Alice Hoffmann
Basilio Alexander Hüttner
Curzio Sascha Zarrabi
Antonio Manuel Millonigg / Gunnar Andor Nieland
Barbarina Maria Nazarova / Claudia Bauer
Zwei Mädchen Anastasia Zaytseva, Mariana Pedrozo