La clemenza di Tito

Wolfgang Amadeus Mozart

Mo 10.03.2014 / 19:00 Uhr / Premiere

Libretto Lorenzo da Ponte 

 

In Zusammenarbeit mit den Abteilungen für Musiktheater, Bühnen- und Kostümgestaltung und der Scuola di Musica di Fiesole

 

Programmheft



Unter der Schirmherrschaft der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste

 

Pause nach dem 1. Akt


Zum Inhalt

Mit der Scuola di Musica Fiesole und der Universität Mozarteum Salzburg haben sich zwei für die Ausbildung von Sängern, Dirigenten und Instrumentalisten bedeutsame Institutionen zu einem großen Projekt mit jungen, begeisterungsfähigen und hochtalentierten Menschen zusammengetan. Das renommierte „Orchestra Giovanile Italiana“ aus Fiesole sowie die Solisten und Choristen des Mozarteums werden unter der Leitung von Josef Wallnig und Eike Gramss die Mozart-Oper „La clemenza di Tito“ aufführen – zunächst in Salzburg, vier Monate später dann im historischen Teatro Romano in Fiesole (Juli 2014).

Das Thema dieser Oper ist die politisch kluge und humane Herrschaft eines römischen Kaisers. Dabei hat „La clemenza di Tito“ zu Unrecht den Ruf einer späten, ja verspäteten Opera seria – der letzten routinierten Referenz an eine abgelebte Kunstform. Man denkt vorschnell an eine Abfolge sehr schöner, etwas länglicher Arien und Ensembles und an einen brillanten Orchestersatz, der die vermeintlich blässliche, handlungsarme Oper auch nicht zu retten vermag. Spätestens seit der wichtigen „Titus“-Inszenierung durch Martin Kusej bei den Salzburger Festspielen 2006 sollte man allerdings besser wissen, welch intensives dramatisches Potenzial in diesem Werk steckt.

Die Opernklasse der Universität Mozarteum entdeckt ein vor allem an inneren Konflikten reiches musikalisch-dramatisches Kammerspiel – mit höchsten Anforderungen an den dramatischen Gestaltungswillen und einer hohen gesanglichen Herausforderung.
Mozarts menschennahe Radikalität erfüllt sich szenisch nur bei hohem sprachlichem und gesanglichem Formbewusstsein. Mozart gräbt tief in den Seelenlandschaften, aber er verliert sich nie im Ungefähren, nur Subjektiven. Für Regisseur Eike Gramss liegt die Hauptarbeit mit den Studierenden darin, die Rezitative mit einer konsequenten Arbeit an der Sprache und der darstellerischen Motivation „von der unterschiedslosen Pauschalemotion, wie man sie manchmal erleben kann, zu befreien und den normalen Rezitativ-,Strafvollzug‘ zu vermeiden“, um dadurch Spannendes zu entdecken.


Termine

Di 11.03.2014 / 19:00 Uhr

Do 13.03.2014 / 19:00 Uhr

Fr 14.03.2014 / 19:00 Uhr

11.07.2013 / Gastspiel im Teatro Romano in Fiesole 

12.07.2013 / Gastspiel im Teatro Comunale in Florenz


Besetzung

Musikalische Leitung Josef Wallnig
Inszenierung Eike Gramss
Ausstattung Stephanie Forstner
Orchestra Giovanile Italiana (Fiesole)
Chor Musicacosì
   
Tito, Imperator von Rom Gérard Schneider / Nutthaporn Thammathi
Vitellia, Tochter des Imperators Vitellius Anna Landgraf / Katrin Bulke /
Meredith Hoffmann-Thomson
Servilia, Schwester des Sesto Claire Craig / Teresa Tièschky
Sesto, Freund des Tito, Liebhaber der Vitellia Sofiya Almazova / Stepanka Pucálková
Annio, Freund des Sesto, Liebhaber der Servilia Karin Björg Torbjörnsdóttir / Sonja Bühling
Publio, Präfekt der Prätorianergarde Johannes Gruber / Peter Kellner