Le nozze di Figaro

Wolfgang Amadeus Mozart

Fr 12.05.2017 / 19:00 Uhr / Premiere

Opera buffa in quattro atti

Libretto: Lorenzo da Ponte

In italienischer Originalsprache

 

Programmheft

 

Pause nach dem 2. Akt

 

Im Archiv: Stream der Produktion


Zum Inhalt

Im Vorwort zu „Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit“ schreibt Beaumarchais:

„Ein spanischer großer Herr (Conte Almaviva) liebt ein verlobtes junges Mädchen (Susanna), das er zu verführen sucht. Die Verlobte, der Mann, den sie heiraten soll (Figaro), und die Frau des Edelmanns (Contessa Almaviva) finden sich zusammen, um den Plan eines absoluten Heuchlers zum Scheitern zu bringen, dem Rang, Vermögen und Freigiebigkeit alle Macht verleihen, sein Vorhaben zu verwirklichen. Das ist alles, nichts weiter.“

Aus der Vorlage von Beaumarchais steigern sich in der Oper „Le Nozze di Figaro“ die Situationen rund um den Kampf verschiedener Hierarchien und die langsame Auflösung der aristokratischen Welt ins Extreme. Der Librettist Lorenzo da Ponte beginnt dort, wo Beaumarchais (und Rossinis spätere Vertonung) mit seinem Schauspiel „Le Mariage de Figaro“ aufhörte. Aus dem Mädchen Rosina ist die Contessa Almaviva geworden. Graf Almaviva, dem Figaro bei der Eroberung half, ist nun sein Herr. Verwirrungen, Verwechselungen, ein- und gegenseitiges Verliebtsein, und dazu ein juristischer Kriminalfall: Dies sind die Zutaten der Handlung. Aus einem Opern-Doppel aus Herrscher- und Dienerpaar entsteht eine Geschichte über die tiefsten menschlichen Gefühle, die mit der Liebe einhergehen können: Glück und Enttäuschung. Im Laufe eines einzigen Tages durchleben Menschenpaare aller Lebensalter das Auf und Ab eines ganzen Lebens, bis sich in der Dunkelheit des nächtlichen Schlossparks alle gesellschaftlichen Konturen auflösen. Die Geschichte mündet in ein dämonisches, soziale wie erotische Schranken niederreißendes Satyrspiel.

Mit einem Fußtritt entließ Graf Arco den Komponisten Mozart aus dem erzbischöflichen Dienst in Salzburg. Mozart war entsetzt über das Verhalten des Adeligen, wie ein Brief an seinen Vater verdeutlicht:

„Wegen dem arco darf ich nur meine vernunft und mein Herz zu rathe ziehen, und brauche also keine damme oder Personn vom stande dazu, um das zu thun was recht und billig ist, was nicht zu viel und zu wenig ist; – das Herz adelt den Menschen; und wenn ich schon kein graf bin, so habe ich vielleicht mehr Ehre im leib als mancher graf; und hausknecht oder graf, sobald er mich beschimpft, so ist er ein hundsfut“.

„In der Kunst geht es nicht um die Kunst, sondern um das Leben“, so hat es die Bildhauerin Louise Bourgeois einmal wunderbar formuliert und selten war diese Aussage gültiger als in Mozarts Opera buffa. Auch Walter Felsenstein wollen wir gerne zustimmen, der Mozarts „Figaro“ ein „Welttheater der Liebe“ nannte.

 

 


Termine

Sa 13.05.2017 / 17:00 Uhr

Mo 15.05.2017 / 19:00 Uhr

Di 16.05.2017 / 19:00 Uhr


Besetzung

Musikalische Leitung Kai Röhrig
Szenische Leitung Karoline Gruber
Ausstattung Roy Spahn
Musikalische Einstudierung Fernando Araujo, Lenka Hebr, Stefan Müller
Musikalische Assistenz Wolfgang Niessner
Szenische Assistenz Kyung Hwa Kang
Italienisch Fausto Tuscano
Maske Jutta Martens
Beatbox Anita Biebl

Kammerorchester der Universität Mozarteum

   
Graf Almaviva Chi-An Chen/ Thanapat Tripuvananantakul
Gräfin Hongyu Cui/ Mariya Taniguchi
Susanna Karina Benalcazar/ Wendy Krikken
Cherubino Reba Evans/ Maria Hegele
Figaro Clemens Joswig/ Philipp Kranjc
Marcellina Julia Leckner/ Emma Marnoch
Bartolo Svyatoslav Besedin/ Daniel Weiler
Basilio/ Don Curzio Markus Ennsthaler/ Yu Hsuan Cheng
Antonio Jakob Hoffmann/ Felix Mischitz
Barbarina Claire Austin/ Alina Martemianova
Due Donne Bettina Meiers, Leonie Stoiber
Donne Neelam Brader, Domenica Radlmeier